Langewiesche-Brandt Ebenhausen bei München

Dieses Buch befindet sich seit 2010 im Programm des Verlages C.H.Beck. Die alte ISBN war 978-3-7846-0523-4, die neue ISBN ist 978-3-406-60741-7.

Hans Trausil: Irische Harfe. Gedichte – vom achten bis ins zwanzigste Jahrhundert – aus dem Gälischen und Englischen. Mit einer Einführung von Padraic Colum. textura. 144 Seiten.

Hans Trausil, 1890–1970, aus dem Bezirk Merseburg stammend, als Junge Thomaner, als Student in Amerika (und dort in einem Kreis ausgewanderter irischer Literaten), hat 1927 das Buch «Ein Zweig vom Schlehdorn» herausgebracht. Die «Irische Harfe», eine erweiterte Neuausgabe davon, erschien erstmals 1956 bei uns. Damals war Irland weit weg, später wurde es mehr und mehr beachtet, nicht unwesentlich dank dem «Irischen Tagebuch» von Heinrich Böll (einem großen Liebhaber unseres Buches). Da kamen dann auch andere Übersetzungen der gleichen Gedichte auf den Markt. Sie sind philologisch korrekter, aber manchmal etwas platt oder schnulzig – kurz und gut: Wer «vom Quell ursprünglichen Bilds» trinken will (das ist eine Formulierung aus Hölderlins Gedicht «Der Spaziergang»), dem wird Trausils «Irische Harfe» guttun.

Die Kapitel: Elfen- und Heldensagen; Von Heiligen und Gelehrten; Mystik; Der Liebe Seligkeit und Leid; Von Wanderern und Wegen; Auf heimatlicher Erde; Herbst, Abend, Tod; Segen und Gebet; Weisheit des Volkes. Nicht zu vergessen: Die Einführung von Padraic Colum, ein wenig schwärmerisch vielleicht, kaum im strengen Sinn informativ, aber wunderbar erhellend.

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Rev. 17.11.2014