Langewiesche-Brandt Ebenhausen bei München

Dieses Buch befindet sich seit 2010 im Programm des Verlages C.H.Beck. Die alte ISBN war 978-3-7846-0555-5, die neue ISBN ist 978-3-406-60738-7.

Albert von Schirnding: Übergabe. Achtzig Gedichte. textura. 88 Seiten.

Albert von Schirnding, geboren 1935, war und ist Lehrer, Dichter und Essayist. Eine für ihn typische literarische Gattung sind kurze erzählende Texte, die von – leiblichen und geistigen – Vorfahren und von großen, mittelgroßen oder nur sonderbaren Zeitgenossen handeln, vom Kinderdasein, vom Erwachsenwerden, auch von existentiellen Abgründen. In unserem Verlag ist er mit drei derartigen Büchern präsent: «Herkommen», «Halbkreise» und «Nach dem Erwachen». Ferner mit dem handgesetzten Büchlein «Schneemanngedichte», dessen Botschaft ein anmutiger Nihilismus ist (so sagen wir, wenn wir es Freunden charakterisieren wollen).

Und eben mit dem hier angezeigten textura-Band. Der enthält das, was der Autor, streng sichtend, aus seinem poetischen Werk sich weiterzugeben traut. Übergabe ist Vermächtnis. Übergabe ist aber auch – Kapitulation.

Was mag einen Menschen dazu bewegen, dieses kleine Buch zu lesen, gar zu erwerben, gar zu verschenken, wenn er den Autor nicht schon kennt? Möglicherweise der Hinweis eines anscheinend glaubwürdigen Verlegers: dass er, der Lesermensch, hier einen Gedanken-Partner finden könnte. Jemanden, der «alles Mögliche» erfahren und dazu ein Leben lang Worte zu Papier gebracht hat. Regelrechte Gedichte, gestaltet und gereimt (nicht allzu viele). Und sehr genaue ungereimte Benennungen von etwas, von etwas Schönem oder etwas Vertracktem. Nichts Überflüssiges, nichts Nebensächliches. Mit so jemandem reden, indem man liest…

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Rev. 17.11.2014