Langewiesche-Brandt Ebenhausen bei München

E. E. Cummings: Poems Gedichte. Englisch und deutsch. Auswahl, Übersetzung und Nachwort von Eva Hesse. textura. 128 Seiten. 13 Euro / 25,50 SFR. 978-3-7846-0545-6

Edward Estlin Cummings hat gelebt von 1894 bis 1962. In Deutschland bekanntgemacht hat ihn Eva Hesse noch zu seinen Lebzeiten. Ihr Buch ist erstmals 1958 erschienen, bei uns, seither immer wieder aufgelegt, mehrmals etwas erweitert, mit durchgesehener Übersetzung.

Und mit überarbeitetem Nachwort. Darin setzt sie sich mit ihrem Dichter kritisch auseinander. Dass er den amerikanischen Hurra-Patriotismus (den gab es!) und die amerikanische Geschäftserfolg-Religion verhöhnt, ist ihr schon recht. Aber unlieb ist ihr, dass er in den dreißiger Jahren die Deformation der Menschen in der Sowjetunion bemerkte und sich darum zwanzig Jahre später von der Kommunismus-Phobie des Senator McCarthy anstecken ließ. Und in seinem privaten Leben sieht sie neben liebenwerten ein paar weniger sympathische Details. (Vielleicht hilft es etwas an die Bloomsbury-Welt zu denken. Er hatte mit der Frau seines besten Freundes eine Tochter.) Auch hält sie ihn nicht - wie er sich selbst - für einen avantgardistischen, sondern für einen sozusagen altmodisch von der gewöhnlichen Welt abgehobenen Künstler. Aber ungeachtet alles dessen sieht Eva Hesse den Dichter E.E. Cummings in der obersten Liga der amerikanischen Lyrik.

Wir auch. Und wer ihn kennt: der oder die auch. Wer ihn noch nicht kennt, sollte schleunigst die Bildungslücke schließen.

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Rev. 05.03.2008