Langewiesche-Brandt Ebenhausen bei München

Kurt Kusenberg: Gespräche ins Blaue. textura. 120 Seiten. 12 Euro. ISBN 978-3-7846-0542-1

Kurt Kusenberg, 1904–1983, ein Meister der Kurzgeschichte und viele Jahre lang Herausgeber der Taschenbuchreihe «Rowohlts Monographien», war ein treusorgender (einiges auf die Beine und wohl auch einiges auf den Kopf stellender) Familienvater. Als solcher hat er mit Frau und Kindern das damals neue Medium Kassettenrecorder ausprobiert. Die in vierköpfiger Häuslichkeit entstandenen Dialoge, dreizehn an der Zahl, sind der Inhalt dieses Buches. Die Teilnehmer, schlagfertig und liebevoll respektlos, haben einen sicheren Spürsinn für Absurditäten. Wer Karl Valentin kennt, wird sich an ihn erinnert fühlen, nur hören sich Kusenbergs norddeutsch an. (Man darf annehmen, dass das, was die Tonbänder festhielten, vom Vater ein wenig gebürstet und poliert worden ist.)

Die Überschriften der Dialoge: Schlafschule. Die Flasche Schnaps. Eine Wohnung wird besichtigt. Es brennt. Ist mein Mann normal? Berufsberatung. Kreuzworträtsel. Fahrt in die Ferien. Der vergessene Auftrag. Erkennungszeichen: rote Nelke. Zum stillen Winkel. Hund abzugeben. Der Einbrecher.

Der Verlag, seriös wie er ist, will klipp und klar sagen, dass es sich bei diesem Buch um Nonsens handelt.

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Rev. 12.11.2014