Langewiesche-Brandt Ebenhausen bei München


Dieses Buch befindet sich seit 2010 im Programm des Verlages C.H.Beck. Die alte ISBN war 978-3-7846-0560-9, die neue ISBN ist 978-3-406-60736-3.

Marlene Reidel: Der Räuber Kneißl. Vierundvierzig Holzschnitte zum bayerischen Kriminalfall um 1900 mit dem Text des Kneißl-Liedes und einer Chronik der wirklichen Ereignisse von Wilhelm Lukas Kristl. 96 Seiten.

Marlene Reidel, geboren 1923 in Landshut, lebte und starb (2014) in Obergangkofen bei Landshut. Sie war die Frau des Bildhauers Karl Reidel (+ 2006), ist Mutter von sechs Kindern und vielfache Großmutter. Für ihr erstes Bilderbuch «Kasimirs Weltreise» hat sie 1959 den Deutschen Jugendbuchpreis bekommen. Seither hat sie viele Bilderbücher, Schul- und Vorschul-Bücher, Bühnenbilder, großformatige Posters und Holzschnitte zur Heiligen Schrift geschaffen. Für ihre Arbeiten hat sie viele bayerische, deutsche und internationale Preise erhalten. - Die Kneißl-Bilder hat sie 1963 geschnitten, für eine Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks. Das Originalformat ist etwa 30 x 36 cm. (Von den 44 Holztafeln gibt es Atelier-Handabzüge auf Japanpapier, signiert, im Handeinband einer Meister-Werkstatt, Hochformat 50 x 66 cm. Der Verlag vermittelt gern eine Verbindung zur Familie der Künstlerin.)

Das Kneißl-Lied ist überliefert in der Sammlung «Oberbayerische Volkslieder» vom Kiem Pauli (München 1934, 3. Auflage 1965) und, mit etwas anderem Wortlaut, in dem Buch «Kneißl - Bayerns Kriminalfall der Jahrhundertwende» von Wilhelm Lukas Kristl (München 1957). Wir folgen im wesentlichen der Kristl-Fassung, haaben aber einzelne Wendungen vom Kiem Pauli und aus mündlicher Überlieferung übernommen. Unsere Chronik ist von Wilhelm Lukas Kristl ausgearbeitet worden.

Eine neue Darstellung des historischen Falles Kneißl ist das Buch von Martin A. Klaus «Der Räuber Kneißl oder: Leben, Tod und Erhöhung des Schachermüller-Hiasl. Ein Bayerischer Sündenfall» (München 2000). Dieses Buch bringt einige geringfügige Korrekturen dessen, was bei uns mitgeteilt wird. Aber wir belassen unser Buch, wie es ist, gemäß der (fragwürdigen) Devise «Die Wissenschaft weiß es genauer, der Mythos weiß es - vielleicht besser.»

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Rev. 17.11.2014