Langewiesche-Brandt Ebenhausen bei München


Paul Ernst: Spitzbubengeschichten. Mit Pinselzeichnungen von Ina Seeberg. textura. 160 Seiten. ISBN 978-3-7845-0522-7.

Nach Kostümierung und Bühnenbild, sozusagen, ähneln die «Spitzbubengeschichten» den «Komödiantengeschichten». Ihre Stimmung ist aber derber, näher am Schwank. Das Wort «Spitzbuben» klingt zu behaglich brav (vielleicht hatte der Autor einen Anklang an die Zundelheiner-Geschichten von Johann Peter Hebel im Sinn). «Ganoven» träfe diese Typen besser, allen voran «Lange Rübe», den Paten. Gemordet wird allerdings nicht, kaum geraubt, dafür professionell gestohlen, betrogen, bestochen, getrickst. Die meisten Geschichten enthalten, wie gute Krimis, ein Element Denksportaufgabe. Und sind lustig. (Während unter den «Komödiantengeschichten» manche sind, die einem Leser – einer Leserin – recht sehr ans Herz greifen.)

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Rev. 12.11.2014